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[ #D ] Gutachten: Migration und Jugenddelinquenz - Delinquenz ist keine Frage der Herkunft

Ein Gutachten im Auftrag des Mediendienstes Integration von Dr. Christian Walburg (Institut für Kriminalwissenschaften, Universität Münster, Berlin, Juli 2014)
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 [ #Rätischer Bote ]

[ #alterssicherung ] Ein politisches Must: Interkulturelle Öffnung der Altenpflege

Die vorliegende Diplomarbeit an der Universität Wien (Fakultät für Sozialwissenschaften), basierend auf der Grounded Theory (ein sozialwissenschaftlicher Ansatz zur systematischen Auswertung vor allem qualitativer Daten), befasst sich mit den Vorstellungen türkischsprechender Migrant/inn/en in Wien bezüglich ihres Alterns.  Eine Arbeit, die durchaus über Wien hinaus beachtet werden darf.
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[ #Rätischer Bote ]


[ #arbeit ] Gesundheitliche und soziale Auswirkungen langer Arbeitszeiten

Länger arbeiten macht krank. 

Die aktuelle Diskussion um Arbeitszeitverlängerungen orientiert sich oft ausschließlich an vermeintlich wirtschaftlichen Kriterien, ohne gesundheitliche und soziale Effekte für die Beschäftigten zu berücksichtigen. Die Ergebnisse vorangegangener Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass mit zunehmender Dauer der Arbeitszeit mit einem Anstieg von gesundheitlichen und sozialen Beeinträchtigungen zu rechnen ist. Dies zeigt eine Studie der deutschen  Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin auf.
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[ #Rätischer Bote ]

[ #europa ] Handbuch zu den europarechtlichen Grundlagen zu Asyl, Grenzen und Migration

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) und das Recht der Europäischen Union bieten einen zunehmend bedeutenden Rahmen für den Schutz der Rechte von Ausländern. 
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[ #A ] Lebenswelt Großes Walsertal

Das Große Walsertal ist ein dünn besiedeltes Bergtal mit etwa 3500 Einwohnern und sehr wenig Infrastruktur.

Es besteht zu 90 Prozent aus unberührten Naturlandschaften – genau genommen, ein einziges großes Biotop. Ideale Voraussetzungen für eine Modellregion mit dem UNESCO-Gütesiegel "Biosphärenpark", eine Auszeichnung, die der Region im November 2000 auch tatsächlich zuteil wurde. Einzelne Produkte und Projekte bewerben und vermarkten seither das Große Walsertal.
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[ #A ] Mercer Global Pension Index: Österreichs Pensionssystem rangiert abgeschlagen

Auch wenn der Pensionsindex unter einem nicht ganz uneigennützigen Ideologieverdacht steht, kann man sich mit diesem Ranking aus österreichischer Sicht nicht zufrieden geben. Immerhin stehen Staaten mit ähnlicher Wohlfahrtsstaatstradition wie Dänemark, Finnland oder Schweden im Spitzenfeld. 
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[ #A ] Steuerzahler blechen die Zinsen für Vorarlbergs Bauern

Die Vorarlberger Landwirtschaft ist im Vergleich mit anderen Bundesländern hoffnungslos hoch verschuldet. 

Der Verschuldungsgrad von 32,3 Prozent ist weit über dem der anderen Bundesländer. Der Verschuldungsgrad gibt an, wie hoch der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist. Das "nächstverschuldete" Bauernland Burgenland liegt bei 19 Prozent. Die vergleichbaren Länder Salzburg und Tirol liegen bei 13,3 und 14 Prozent. Den geringsten Verschuldungsgrad hat Kärnten mit 9,9 Prozent, gleichzeitig aber das höchste Anlagevermögen! Das ruft ja förmlich nach einem Vorarlberger "Kudlich", der die Bauern entlastet.
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[ #A ] Arme Vorarlberger Lehrlinge: Für jeden 5. nur Hilfsarbeiterausbildung?

Die Vorarlberger Lehrlingsausbildung gehört zu den schlechtesten Österreichs. 

Für durchschnittlich 20 Prozent der Vorarlberger Lehrlinge kommt jedes Jahr das bittere Erwachen. Nach drei oder mehr Lehrjahren, die ja bekanntlich keine Herrenjahre sind,  steht fest, sie sind nach der Lehre nichts als Hilfsarbeiter, sie sind bei der Lehrabschlussprüfung durchgefallen. Bald 50 Jahre lang hält dieser Trend ungebrochen an,  ohne dass Politik und Wirtschaft gegensteuern,  und nur in ganz seltenen Jahren lag der Prüfungserfolg über dem österreichischen Durchschnitt und nie an der Spitze. In der Regel verspricht die österreichische Lehrlingsstatistik, dass Vorarlbergs Lehrlinge die schlechtesten Karten haben.
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[ #A ] Ein gestohlenes Schuljahr schadet Vorarlberg

Das Vorarlberger Schulystem ist österreichweit das Schulsystem, welches am meisten Chancen der Kinder verhindert und Kinder und Eltern am häufigsten unglücklich macht.

Ghetto statt Förderung. Eine solche längst überholte Vorstellung ist, dass man "nicht schulreife" Kinder in die Vorschule steckt. Vorarlberg tut dies österreichweit am allerhäufigsten. Mit argen Nachteilen für die Kinder. Aus der Praxis weiß man, dass diese Vorschulen eher ein verlängerter Kindergarten denn eine Förderschule sind. Das Konzept verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts- und Behindertenrechtskonvention und ist schlicht dumm.

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[ #A ] Verschleierte Vorarlberger Landesregierung


Der Fachbegriff für die offene Zugänglichkeit und die freie Wiederverwendung von Behördendaten lautet "Open Government Data" (OGD). Vorarlberg hat zwar schon lange ein solches Angebot, doch findet man dort so gut wie keine Daten der Landesverwaltung. 
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[ #A ] Qualifikationen und Stärken mit dem Europass online darstellen

Wer sich auf eine Stelle in Österreich oder im europäischen Ausland bewirbt, braucht klare und aussagekräftige Unterlagen, die die eigenen Qualifikationen auf den Punkt bringen. 
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[ #A ] Arme Vorarlberger Jugend: Höchster Anteil an niedriger Ausbildung

In Vorarlberg hatten 235 bzw. 5,0% (Österreich 3,7%) der 14-jährigen Schülerinnen und Schüler des Schuljahres 2009/10 (8. Schulstufe) zu Beginn des Schuljahres 2012/13 noch keinen Abschluss der Sekundarstufe I. 

LEL – Low Education Level. Mit dem Indikator (LEL – Low Education Level) wird der Anteil jener Personen unter den 20 bis 24-Jährigen gemessen, die mindestens über einen Abschluss auf ISCED 3b-Stufe (Lehre oder Abschluss einer zwei- oder mehrjährigen BMS) verfügen.

Im Jahresdurchschnitt 2012 lag der Bildungsstand der Jugendlichen in Österreich bei 86,6% (EU-15: 77,3%; EU-27: 79,5% - Vergleichszahlen für 2011). Insgesamt verfügten damit rund 450.000 junge Menschen über einen weiterführenden Bildungsabschluss, darunter 222.000 Männer und 228.000 junge Frauen.
Vorarlberg kümmert sich nicht um die Zukunft: Im Bundesländervergleich weist Vorarlberg mit 19,6% die höchste Quote Jugendlicher mit geringem Bildungsstand auf. 
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[ #A ] Die Armen als Plansoll im Bundes-Abfallwirtschaftsplan

Leitfaden für die Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen

Lebensmittel werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette weggeworfen. Nach Schätzungen von Experten werden zwischen 10 und 40 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion nicht verzehrt1, sondern aus unterschiedlichen Gründen entsorgt.

Neben nicht mehr genießbaren Produkten werden auch solche zur Entsorgung bereitgestellt, die noch einwandfrei für den menschlichen Verzehr geeignet sind, jedoch aus verschiedenen Ursachen als nicht mehr marktgängig eingestuft oder in Haushalten nicht konsumiert werden.
Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist daher einer der Schwerpunkte des Abfallvermeidungsprogrammes, welches vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Rahmen des Bundes-Abfallwirtschaftsplans 2011 veröffentlicht wurde.
Ziel des vorliegenden Leitfadens ist es, erste Informationen zum Thema Weitergabe von für den menschlichen Verzehr geeigneten, aber nicht marktgängigen Lebensmitteln zu geben. Als Zielgruppen sind einerseits Unternehmen angesprochen, die sich vor einer Weitergabe von Lebensmitteln erstmals einen Überblick verschaffen möchten, als auch Lebensmittel empfangende Sozialeinrichtungen, welche Unterstützung bei unklaren rechtlichen Fragestellungen benötigen. Bei der Ausarbeitung des Leitfadens wurden die häufigsten Unsicherheiten betreffend der rechtlichen Fragestellungen aus der Praxis zusammengetragen.

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Inhalt
Vorbemerkungen 3
Inhalt 5
Einleitung 7
Ziel des Leitfadens 7
Welche Lebensmittel werden zur Verfügung gestellt? 8
Wie funktioniert die Weitergabe von Lebensmitteln an
soziale Einrichtungen? 9
Rechtliche Rahmenbedingungen 11
Produkthaftung und Gewährleistung 12
Sichere und nicht sichere Lebensmittel 13
Mindesthaltbarkeits-, Verbrauchs- und Verkaufsdatum 14
Hygienische Weitergabe
von offener Ware 15
Rückverfolgbarkeit 16
Nachhaltige Auswirkungen der Weitergabe von Lebensmitteln 17
Weiterführende Literatur und Kontakte 18
Im Leitfaden verwendete Literatur 18
Weiterführende Informationen 19

[ #A ] Arme Vorarlberger Frauen

Was im Vorarlberger "Gleichstellungsbericht" nicht steht: Eine Wienerin verdient im Durchschnitt einen Kleinwagen mehr als eine Vorarlbergerin! Jedes Jahr!

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[ #A ] Arme Vorarlberger Arbeitnehmer-Pensionisten

Vorarlbergs Senioren aus dem Arbeitnehmerstand sind nicht zu beneiden. Sie beziehen Österreichs niedrigsten Pensionen. 

Gegenüber einem Wiener Durchschnittspensionisten beziehen sie jährlich 2400 Euro weniger Pension. Aber auch wenn man die Durchschnittspenionen vom Neusiedlersee bis zum Bodensee durchrechnet - da liegen beileibe auch wenig prosperierende Regionen, dann hat der Vorarlberger "Durchschnittspensionist" immer noch am Jahresende 1.800 Euro weniger auf dem Konto als seine "restösterreichischen" Altersgenossen.
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[ #CH ] Schweizer Konsum schafft wachsende Umweltbelastung für das Ausland

Die Belastung in der Schweiz nimmt ab, der Schweizer Konsum belastet hingegen immer stärker die Umwelt im Ausland. Auch gesamthaft bleibt die Umweltbelastung auf zu hohem Niveau.

Das Schweizerische Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat im Rahmen einer Forschungsstudie erstmals die Entwicklung der Gesamtumweltbelastung des schweizerischen Konsums in der Zeit von 1996 bis 2011 berechnen lassen.

Konsum in der Schweiz verursacht auch Umweltbelastung im Ausland. Das BAFU hat erstmals die Entwicklung der Belastung über den gesamten Lebenszyklus der Produkte hinweg und für alle relevanten Umweltbereiche ermitteln lassen. Die Resultate zeigen: Die im Inland anfallende  Belastung nimmt im untersuchten Zeitraum deutlich ab, was jedoch durch die im Ausland verursachte Umweltbelastung weitgehend kompensiert wird, da diese ebenso deutlich zunimmt. Die Schweiz lagert also immer mehr Umweltbelastung ins Ausland aus; waren es im Jahr 1996 noch 56%, so stieg der Anteil bis 2011 auf 73%. Der hohe Anteil hängt damit zusammen, dass die Schweiz als kleine offene Volkswirtschaft zunehmend auf Importe angewiesen ist.

Dies lässt sich anhand des Konsums einer Tasse Kaffee veranschaulichen: Die gesamte Wertschöpfungskette reicht vom Anbau der Kaffeepflanzen über die Gewinnung, Röstung und den Transport der Bohnen sowie die Produktion der Kaffeemaschine selber bis zum Verbrauch von Strom und Wasser für das Getränk und die Entsorgung der Abfälle. Für die Tasse Kaffee fallen somit an ganz verschiedenen Orten Umweltbelastungen an, zu einem grossen Teil im Ausland.

Fussabdruck-Indikatoren. Für die nun erstmals vorliegende Gesamtsicht im Zeitverlauf wurden Daten zu Emissionen und Ressourcenverbrauch im Inland verwendet. Zur Berechnung der im Ausland verursachten Umweltbelastung wurden ausserdem Handelsdaten mit Ökobilanzdaten verknüpft, eine Methodik, die bereits in der 2011 erschienenen Studie «Gesamt-Umweltbelastung durch Konsum und Produktion der Schweiz» verwendet wurde.

Aus den so ermittelten Daten lassen sich verschiedene Indikatoren ableiten. Die nun vorliegende Studie analysiert die Entwicklung der Umweltbelastung sowohl in der Gesamtsicht als auch als Fussabdrücke für die Umweltbereiche Treibhausgas-Emissionen (Carbon Footprint), Wassernutzung, Luftverschmutzung (Feinstaub), Landnutzung (Einfluss auf die Biodiversität), Stickstoff (Eutrophierung) sowie Primärenergieaufwand.

Importierte Umweltbelasdtung. Die Resultate zeigen einheitlich, dass die Umweltbelastung durch den Konsum in der Schweiz zunehmend im Ausland anfällt. Hingegen hängt die Antwort auf die Frage, ob die Summe aus Belastung im In- und Ausland insgesamt zu- oder abnimmt, vom betrachteten Umweltbereich ab. So hat bspw. der Fussabdruck zur Luftverschmutz­ung ab-, derjenige zum Treibhausgas jedoch zugenommen. Die Antwort in einer Gesamtbetrachtung über alle Umweltbereiche hängt von deren Gewichtung ab. So resultiert in der vorliegend hauptsächlich verwendeten UBP-Methode insgesamt eine leichte Abnahme der Gesamtumweltbelastung; andere Methoden ergeben jedoch eine Zunahme.

Inland:Steigende Ressourceneffizient doch nicht naturverträglich.Die durch die Schweiz verursachte Umweltbelastung ist in den vergangenen 15 Jahren nicht im gleichen Ausmass gewachsen wie die Wirtschaft, d.h. die Ressourceneffizienz hat sich verbessert. Von einem naturverträglichen Mass des Ressourcenverbrauchs ist die Schweiz aber noch weit entfernt. Die Umweltbelastung im In- und Ausland muss dauerhaft und massgeblich gesenkt werden.


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  • 8.8.14 [Letzte Aktualisierung - online seit 8.8.14]
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[ #D ] Drogenpolitik: Neue Strategie gefordert

Experten haben in Berlin den ersten "Alternativen Drogen- und Suchtbericht" vorgestellt - eine Woche, bevor die deutsche Bundesregierung ihren alljährlichen Bericht zum Thema präsentiert.

Die von der Deutschen AIDS-Hilfe und dem Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik initiierte Aktion wurde von Bernd Werse vom "Centre for Drug Research" der Frankfurter Goethe-Universität maßgeblich begleitet.

Centre for Drug Research. Wenige Tage vor der Veröffentlichung des alljährlichen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung am kommenden Montag haben Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler heute in Berlin den ersten „Alternativen Drogen- und Suchtbericht“ vorgestellt. Namhafte Experten, darunter der Wissenschaftler Bernd Werse vom Centre for Drug Research der Goethe-Universität Frankfurt, beklagen darin, dass wissenschaftliche Erkenntnisse über Prävention und Drogenhilfe bislang nicht ausreichend in die Drogenpolitik einfließen würden. Schlimmer noch: „Repression und Strafverfolgung schaffen nur die Illusion, die Probleme im Griff zu haben und richten in Wirklichkeit viel Schaden an“, so Werse. Dabei gebe es in der Wissenschaft längst einen Konsens darüber, wie man mit der Drogenproblematik umgehen sollte, ohne dass das Instrumentarium hierfür besonders aufwändig wäre. Von nun an wolle man sich einmal im Jahr an die Öffentlichkeit wenden. Damit wolle erreichen, dass vorhandenes Wissen über Prävention und Drogenhilfe in eine dauerhaft erfolgreiche Drogenpolitik übersetzt würden.


Zu restriktive Regeln hinsichtlich der illegalen Drogen einerseits, zu laxe Regeln hinsichtlich der legalen Drogen andererseits – auf diesen Nenner lässt sich die Kritik der Experten an der gegenwärtigen deutschen Drogenpolitik bringen. Es bestehe ein großer Unmut und eine Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Situation, fasst Bernd Werse die Motivation der Berichtenden zusammen. „Es wird Zeit, den Reformstau in der deutschen Drogenpolitik aufzulösen. Der jahrzehntelange Kampf gegen Drogen zeigt: Das Strafrecht ist nicht geeignet, um Gesundheitspolitik zu betreiben“, so Werse. Eine restriktive Drogenpolitik trage zur Kriminalisierung der Suchtkranken bei. In Kombination mit einer liberaleren Drogenpolitik wie der der Stadt Frankfurt entstünden paradoxe Szenarien: Auf dem Weg zu den Drogenräumen, die die Stadt für Suchtkranke zur Verfügung stellt, könnten diese schon wegen geringer Mengen verhaftet werden. Allerdings gibt es in zehn von 16 Bundesländern solche Räume überhaupt nicht. Der Alternative Drogenbericht fordert eine Entkriminalisierung von Drogen für den Eigenbedarf, kontrollierte Abgabestellen für Cannabis und Verbesserungen bei der Substitutionsbehandlung für Heroinabhängige.

Verbot von Werbung für Alkohol und Tabak. Andererseits verzichte die Politik auf simple Mittel im Umgang mit legalen Drogen, kritisiert der Bericht – zum Beispiel auf ein Verbot von Werbung für Alkohol und Tabak. Denkbar sei auch, die Steuern auf legale Drogen zu erhöhen und deren Zugänglichkeit zu erschweren. Auch beim wohl harmloseren Thema E-Zigaretten gebe es bislang kaum Regelungen, zudem fehlten Studien zur Schädlichkeit des elektrischen Rauchersatzes. Insgesamt herrsche in der Politik oft großes Unwissen vor, weil man die Ausgaben für entsprechende Studien scheue, meint der Frankfurter Drogenexperte Werse. So wisse man nach wie vor zu wenig über die tatsächliche Verbreitung von Crystal Meth, Verlautbarungen aus der Politik gingen oft an der Realität vorbei.

Die Initiative zum „Alternativen Drogen- und Suchtbericht“ ging von der Deutschen AIDS-Hilfe sowie der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik aus. Der 200-seitige Bericht umfasst insgesamt 50 Beiträge, die von Bernd Werse fachkundig lektoriert wurden.

Das von Werse geleitete Forschungsbüro „Centre for Drug Research“ wurde 2002 am Institut für Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt eingerichtet. Es führt regelmäßig Studien zu Drogenkonsum und –handel durch, u.a. eine repräsentative Schülerbefragung, die durch die Stadt Frankfurt finanziert wird.


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[ #A ] Sensationelles Buch von Arnulf Häfele: Giorgiones Himmel

Das Gemälde mit "den drei Philosophen" als Grenzerfahrung der Ikonographie.

Im Zentrum eines neuen Buches des Hohenemser Historikers DDr. Arnulf Häfele steht die Entschlüsselung jener Skizze, die einer der drei Philosophen in Händen hält. Diese Interpretation führt uns tief in die mittelalterliche Astronomie hinein, die sich noch auf antike Vorbilder stützt. „Giorgiones Himmel“ beweist so auf eindringliche Weise, wie ergiebig eine vorurteilsfreie und genaue Bildanalyse im Zeitalter des Methodenpluralismus auch heute sein kann.

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[ #A ] Korruptionsfestspiele: Gottfried von Einem, Bert Brecht, Jean Ziegler, ...



Die weltberühmten Salzburger Festspiele werden jedes Jahr von einem Redner festlich eröffnet. 2011 wäre Jean Ziegler eingeladen gewesen. Er war wieder ausgeladen worden. 


Ein Vorgang, der nichts Geringeres bedeutet, als in Österreich offenbar alltägliche politische Korruption und parteiliche Einflußnahme zugunsten einiger Konzerne,  dies auf Kosten der vom österreichischen Steuerzahler hochsubventionierten Festsspiele,  hat man mit österreichischer Gemütlichkeit hingenommen. Der Soziologe Ziegler war jahrelang UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Es gibt wohl kaum jemanden, der den Hunger in der Welt lauter geißelt als Jean Ziegler. Lebensmittelkonzerne wie Nestlé, einer der Hauptsponsoren der Salzburger Festspiele, wurden von ihm scharf kritisiert.

“Aufstand des Gewissens”, Jean Zieglers geplante Eröffnungsrede, passte nicht ins Konzept.  Für Ziegler war es ausgemachte Sache: Nestlé, Credit Suisse u. Co. haben seinen Rausschmiss bewirkt.  Siemens ist zusammen mit Credite Suisse, Audi, Nestle und Uniqa einer von fünf Hauptsponsoren der Salzburger Festspiele. Und einer in der ÖVP wirkt an vorderster Stelle mit: Dr. Christian Konrad. Seit 1990 ist er Obmann der Raiffeisen Holding NÖ-Wien. Weiters ist er Vorsitzender folgender Aufsichtsräte: AGRANA, Kurier, Mediaprint, BIBAG und UNIQUA Versicherungen.

Korruptionsfestspiele. Die selber wegen liederlicher und korrupter Geschäftspraxen in die Kritik geratenen Salzburger Festspiele hatten schon zuvor gegen das österreichische Antikorruptionsgesetz scharf geschossen und im Verein mit dem Raiffeisen-Konrad es zu Fall gebracht.  "Wenn nach dem Gesetz jede Einladung kriminell verfolgt wird, wäre das ein schwerer Schlag für das Kultursponsoring", klagt Helga Rabl-Stadler. Rund neun Prozent des Budgets beziehungsweise 4,7 Millionen Euro holt sich die Präsidentin der Salzburger Festspiele von Sponsoren wie Nestle, Siemens oder Uniqa. "Da wird das zarte Pflänzchen Kultursponsoring erdrückt, bevor es aufgeblüht ist. Das wäre das Ende des Sponsorings." (OTS0251    2008-07-03/14:29)

Die undemokratische Politikkultur der Salzburger Festspiele hat eine lange Geschichte. 

Die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an Bertolt Brecht führte in der Kuratoriumssitzung der Salzburger Festspiele am 31. Oktober 1951 zu einem Eklat. Landeshauptmann Klaus, nachmaliger österreichischer Bundeskanzler, beschimpfte den großen österreichischen Komponisten Gottfried von Einem als "Lügner" und "Schande für Österreich".

Gottfried von Einem erinnerte sich später an diese denkwürdige Sitzung: "Da hatte ich endgültig die Nase voll und zu Klaus gesagt, er möge sich doch klarmachen, dass Hitler bereits tot sei und dass sein Ton absolut unverschämt wäre. Daraufhin sprang er, wie von einer Tarantel gestochen auf, warf den Sessel um und schrie: "Entweder verlassen Sie den Raum oder ich!" Worauf ich erwiderte: "Aus Ihrer Gegenwart gehe ich immer gerne fort." Gottfried von Einem berichtet allerdings wohlwollend, dass sich der "Bundeskanzler Dr. Klaus" später dafür entschuldigt habe. Aber dies war nur die eine Seite. Die andere war ein Boykott von Brecht-Stücken an den österreichischen Theatern.

Staatenlos. Brecht verlässt Amerika am Tage nach seinem Verhör durch das Committee for Un-American Activities der McCarthy-Ära. Brecht war am 5. November 1947, von New York kommend, über Paris in die Schweiz eingereist, ohne einen Pass, kaum Geld, keine Bühne, keinen Verlag. Er und seine Frau, die Schauspielerin Helene Weigel, waren staatenlos. Die nationalsozialistische Regierung hatte ihnen im Juni 1935 die deutsche Staatsbürgerschaft "wegen Schädigung der deutschen Belange und Verstoßes gegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk" aberkannt. Nach fünfzehnjährigem Exil in mehreren Ländern ließ sich Brecht zunächst einmal in der Schweiz nieder, um von dort die Lage zu sondieren. Er sitzt in Zürich, versucht dort Theater zu machen, eine "Antigone" in Chur, Überlegungen zum "Puntila" in Zürich, Gespräche mit den alten Gefährten: Caspar Neher, Therese Giehse, Ruth Berlau, Oscar Fritz Schuh - und Gottfried von Einem.

Brecht in Zürich. Brecht wäre eigentlich gern noch etwas länger in Zürich geblieben, um von dort aus seine Arbeit in Deutschland zu planen, ähnlich wie es Thomas Mann tat. Aber Rückreisevisa wurden ihm von der Schweiz immer erst nach zähen Bemühungen erteilt. "Aus politisch-polizeilichen Gründen sind wir interessiert, dass Brecht so bald als möglich die Schweiz wieder verlassen muss", ließ die Bundesanwaltschaft die Eidgenössische Polizeiabteilung, welche der Fremdenpolizei vorstand, schon am 24. Mai 1948 wissen und wiederholte dies am 29. März 1949 gegenüber der Fremdenpolizei nochmals direkt: "Nach wie vor sind wir daran interessiert, wenn Brecht die Schweiz so bald als möglich verlassen muss." Der Historiker und sozialdemokratische Parlamentarier Valentin Gitermann, der sich wiederholt für Brecht einsetzte, hielt am 8. April 1949 in einer Eingabe an die Bundesanwaltschaft fest: "Herr Brecht beklagt sich, dass ihm daraus die allergrößten geistigen und materiellen Nachteile erwachsen würden. Er müsste sich dann in Deutschland in der westlichen oder östlichen Zone niederlassen, und dann würden seine Werke in der andern Zone verboten werden. Er lege aber größten Wert darauf, beiden Zonen gegenüber unabhängig zu bleiben. Er wolle, nach wie vor, sich mit seinen Werken im Sinne dieser Unabhängigkeit an das ganze deutsche Volk wenden können. Es widerstrebe ihm überdies, sich um Wiederherstellung seines deutschen Bürgerrechts zu bemühen, solange es keine deutsche Regierung gebe."

Österreichische Staatsbürgerschaft. Der österreichische Komponist Gottfried von Einem, Mitglied des Direktoriums der Salzburger Festspiele, wurde über Vermittlung des Bühnenbildner Caspar Neher aktiv: Er versuchte - Teil seines Plans zur Erneuerung der Festspiele - dem seit 1935 staatenlosen Brecht durch eine Zusammenarbeit mit den Festspielbehörden einen österreichischen Pass zu besorgen. Ohne Papiere konnte Brecht nämlich weder auf Dauer in der Schweiz bleiben noch in eine der deutschen Besatzungszonen einreisen. Einerseits weigerten sich die westlichen Besatzungsbehörden in Österreich und Deutschland, ihm entsprechende Transitpapiere auszustellen, andrerseits gewährten die Schweizer Behörden nur kurzfristige Aufenthalte. Das "anstrengende Geschäft der Exilierten: das Warten", wie Brecht es in einem Brief nannte, und die Bürokratie machten ihm das Leben schwer. Dazu kam erschwerend, dass es zu dieser Zeit noch keine anerkannte deutsche Regierung gab und dass alle Reisedokumente nur als Provisorien angesehen werden konnten. Brecht wurde seine hoffnungslose Lage wieder bewusst, als er im Frühjahr 1949 neuerlich in die Schweiz reiste, um dort Gespräche wegen verschiedener Theaterprojekte zu führen, und die Behörden abermals Schwierigkeiten machten. In dieser Situation hatte Brecht die Idee, sich um einen österreichischen Pass zu bemühen. Gottfried von Einem ebnete Brecht bei den verschiedenen Behörden in Salzburg und Wien den Weg. Im Gutachten des (sozialdemokratischen) Magistrats hieß es beispielsweise: "Die Verleihung der Staatsbürgerschaft wäre ein Gewinn für das kulturelle Leben Österreichs." Die von ÖVP und SPÖ gebildete Landesregierung in Salzburg legte dem Unterrichtsministerium den Akt "zur allfälligen Ausstellung einer Staatsinteressebescheinigung" befürwortend vor und in dem von (ÖVP-) Unterrichtsminister Hurdes unterzeichneten Schreiben hieß es, dass die Verleihung der Staatsbürgerschaft an Brecht "im Staatsinteresse gelegen" wäre.


"Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen.

Er kommt auch nicht auf so einfache Weise

zustande wie ein Mensch. Ein Mensch kann

überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste

Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass

niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er

gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann

und doch nicht anerkannt wird."

Bertold Brecht (Flüchtlingsgespräche 1948)


Kulturbolschewistische Atombombe. Am 12. April 1950 war es schließlich soweit, und Bertolt Brecht und seine Frau Helene Weigel erhielten die österreichische Staatsbürgerschaft. Als dies jedoch eineinhalb Jahre später in der Blütezeit des Kalten Krieges publik wurde, - tobte der Geist der Reaktion: "Kulturbolschewistische Atombombe auf Österreich abgeworfen" oder "Wer schmuggelte das Kommunistenpferd in das deutsche Rom?". - wollte sich natürlich keine dieser Behörden mehr an ihre Stellungnahmen erinnern. Der Magistrat Salzburg putzte sich damit ab, indem man behauptete, sich "durch die künstlerische Würdigung Bert Brechts im Großen Brockhaus" veranlasst gesehen zu haben, seinem Ansuchen zuzustimmen.

[Rätischer Bote]